Planung der PV-Anlage

Dach zu Beginn der Planung

Die Planung eines Projektes wie diesem erfordert als ersten Schritt den Gang zum Solarteur, der heißt wirklich so und ist der ultimative Fachmann in Sachen PV-Anlagen von Planung, zum Angebot bis zur Ausführung.

In unserem Fall haben wir diesen Schritt übersprungen. Mike hat sich durch umfangreiche Recherche ein fundiertes Basiswissen Betreff Photovoltaik angeeignet, dazu kommt eine bodenständige Elektrikerausbildung mit Berufserfahrung und ein Ingenieur-Studium der Elektrotechnik. Dies bringt auf alle Fälle ausreichend Wissen und Kenntnis, um sich dieser Aufgabe stellen zu können. Soviel dazu. (Selbstbeweihräucherungs-Modus “off”)

Dank der Plattform youtube nahm unsere Planung schnell Gestalt an, hier ist wirklich alles zu finden, dazu gibt es außerdem diverse Foren im Internet. Über diesen Link (“Linkliste” kommt ASAP) sind alle Web-Präsenzen abrufbar, die in unsere Planung eingeflossen sind.

Aber nun zurück zur Stromerzeugung: WAS hat uns getrieben, uns mit dieser Thematik nicht nur zu beschäftigen, sondern theoretisches Wissen auch noch in die Praxis umzusetzen?

Wir betrachten alternative Energieerzeugung nicht ausschließlich aus ökonomischer Sicht. Seit vielen Jahren ist uns der ökologische Aspekt ein sehr wichtiger Punkt, dazu die Neugier etwas Neues auszuprobieren, was auch noch zukunftssicher ist. Wir sind ein Vier-Personen-Haushalt mit durchschnittlichem Energieverbrauch. Diese Aussage stelle ich mal so hin, vielleicht befinden wir uns auch schon im überdurchschnittlichen Bereich, denn jedes Familienmitglied, außer den Katzen, nutzt digitale Endgeräte und dies nicht nur sporadisch. Dagegen kann ich vielleicht halten, dass kein TV-Gerät rund um die Uhr läuft, dafür aber ein Gaming-Computer (hoffentlich nicht 24/7!), mit einer entsprechend energiehungrigen Hardware-Konfiguration. Wir verbrauchen Strom! Strom, der bei seiner Erzeugung definitiv mit einer Umweltbelastung einhergeht und die Regulierung dieses Schadens kann ein Strompreis von ca. 30 ct pro kWh nicht aufwiegen. Des Weiteren weiß niemand, wie sich der Strompreis in den kommenden Jahren entwickeln wird, siehe nur die CO2-Abgabe, die ja auf den Kunden umgelegt werden wird.

Die Investition in neue Technologien bedeutet eigentlich immer Ausgaben die erst einmal höher sind, sich aber mit der Zeit amortisieren. Diese Summen aufzubringen kann nicht jeder realisieren. Wir haben zum Glück die Möglichkeit und seitens bestimmter
Subventionierungs-Programme, die aufgelegt wurden gibt es noch einen Cash-back. Unsere Investitionen haben wir so geplant, dass die Hardware auf dem Dach, die Solar-Panels qualitativ sehr hochwertig sind, darauf gehe ich noch ein, aber die Elektroautos, die wir nun auch anschafften nicht unbedingt in Dingolfingen, Stuttgart oder Wolfsburg produziert werden müssen. Hier haben wir uns für preiswertere Varianten entschieden.

Die Planung

Oben schrieb ich, dass wir unsere Planung und Weiteres ohne den berühmten Solarteur durchführten. Nun muss ich hier ergänzen, dass wir uns zumindest zu Beginn von einem entsprechenden Anbieter (solaredge.com) einige Infos geben ließen. Dieser Anbieter war aber für uns sofort raus, als wir realisierten, dass das gesamte System ein proprietäres Format hat. Das ist einfach indiskutabel, wenn irgendetwas ist, etwas geändert wird, was auch immer, wären wir zu 100% an diesen Anbieter gebunden.

Folgende Herangehensweise unsererseits:

Wir werfen soviel Panels auf unser Dach, wie irgend möglich, nicht wir irgend nötig! Das ist ein ganz wichtiger Aspekt. Der Grundaufwand (Einrüsten, Vorbereitungen jeglicher Art) verursacht die Summe “x”, das ist logisch. Jedes zusätzliche Panel treibt aber diese Kosten nicht weiter nach oben (nicht wirklich, eventuell nur minimal, Arbeitslohn ein paar zusätzliche Haken, etc). Was ich sagen will, jedes zusätzliche Panel kostet dann kaum mehr als den Einkaufspreis.
Dachflächen sind endlich, auch logisch. Wir haben die Ausrichtung der Panels teilweise um 90° geändert, eben um oben beschriebenen Vorsatz zu erfüllen. Das kostet Zeit, Planung, Berechnung, es lohnt sich aber.
Nächster Punkt die Wahl der Panels. Wir leben in einem ziemlich dunklen Land, weit entfernt vom Äquator und haben uns deshalb für monokristalline Hochleistungs-Panels (360W) von “LG” entschieden. Das ist es Wert! Hier (LINK…kommt noch) zeige ich auf, wie die Ausbeute, selbst an einem wolkigen Tag sein kann. Über den folgenden  Link sind die genauen Daten, der von uns verbauten Panels abrufbar (LINK, LG-Panels, kommt).
Sollte man über unendliche Flächen verfügen, dann sind polykristalline Panels vielleicht eine Alternative.

Nächster (wichtiger) Gedanke: eventuelle Verschattung und was ist zu tun. Wir haben Glück, es steht bei uns so gut wie nichts im Weg. Wir haben einen Edelstahl-Kamin-Schonstein, relativ zierlich, aber einen Schatten wirft er trotrzdem dazu kommt, dass offenstehende Dachgeschossfenster ebenfalls verschatten. Das mussten wir bedenken. Entsprechend wurden die Strings geplant. Auf unserem 45°-Dach sind es 3 Strings (6 Panels formen String 1 und je 11 Panels für Nummer 2 und 3), auf dem flacheren (Carport-)Dach ist es genau ein String für die verbliebenen 6 Panels.

 

Anordnung entsprechend der Verschattung, damit möglichst wenig Einbuße entsteht.
Dazu kommen zwei Wechselrichter. Für das 45°-Dach ein 8kW-Wechselrichter und für unser Flachdach ein 4kW-Wechselrichter. Durch diese Separierung holen wir das Optimum heraus.
Die Anlage (Wechselrichter, Wallbox) kommt von der Firma “SMA” (sma.de), mit diesem System haben wir eins gefunden, welches optimal aufeinander abgestimmt ist, was wir in weiteren Berichten noch beschreiben werden.

LINK: Wechselrichter

Noch ein wichtiger Gedanke: Das Zauberwort lautet solares Überschussladen. Unsere Wallbox der Firma SMA bietet dieses Feature! Die Wallbox ist in der Lage unterbrechungsfrei von ein-phasig auf drei-phasig umzuschalten (von 1kW bis 11kW).

Und hier das Dach im Ausgangszustand…

Dach zu Beginn der Planung
Um dieses Dach geht es.
Blick von oben auf das Flachdach (Carport)
Blick von oben, links neben der Tghermo-Solar-Anlage planen wir die zusätzlichen Panels (siehe Text, 4kW Wechselrichter).

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