Wie alles begann

Wie alles begann….

Schon seit unserem Studium treibt uns der Gedanke über die Umweltbelastung durch unsere Lebensweise an. Wir haben daher schon mit dem Kauf unseres sanierungsbedürftigen Hauses den Gasanschluss kappen und entgegen einiger Empfehlungen eine umweltfreundliche Wärmepumpe installieren lassen. Im Laufe der Jahre haben wir diese Heizung durch eine solarthermische Anlage ergänzt. Von Mai bis Oktober versorgen wir uns nun ausschließlich mit solarem Warmwasser. Für uns kam zu dieser Zeit auch nur ein erdgasbetriebenes Familienfahrzeug, ein Opel Combo CNG, in Betracht. Mit dem Wachsen der Familie kam ein VW Polo Bi-Fuel (LPG) hinzu und der Combo wurde gegen einen monovalenten, erdgasbetriebenen VW Touran ausgetauscht. Trotzdem blieb das schlechte Gewissen, da wir viel Reisen, und wir bei Reisen außerhalb Europas keine Alternative zum Flugzeug finden können. Innerhalb Europas fahren wir, auch beruflich, konsequent mit der deutschen Bahn.

Schon 2017 habe ich damit begonnen, Ersatz für unsere zunehmend kilometerstarken Autos zu bekommen. Zu meiner Verwunderung hatte VW das Erdgasmodell des Touran eingestellt und die anderen TGI-Modelle (z.B. Polo) durch eine völlig unverständliche Reichweite von unter 300km und vollwertigem Benzintank (damit nicht mehr monovalent) völlig unattraktiv gemacht, und das bei gleichzeitiger Verkündung einer ERDGASOFFENSIVE. Im Frühjahr 2020 hat VW übrigens verkündet, aus der Erdgastechnologie auszusteigen. Der Grund ist dann wohl die schwache Nachfrage… Liebe Vertriebler von VW, fragt doch mal Erdgaskunden nach Ihren Wünschen!! Unser Touran 1T3 hat eine Reichweite im Erdgasbetrieb von 450km. Das Auto ist perfekt. Zwei weitere Gasflaschen und damit 600km Reichweite, fertig ist das Auto, was wir sofort kaufen würden. Und dieselbe Technik gleich in den Polo rein, fertig! Und wozu der riesige Benzintank im Polo? Niemand will doch 48l Sprit mit sich rumfahren, wenn man das günstige Erdgas fahren kann.

Damit war klar, dass der Touran zunächst bei uns bleibt, aber den Polo wollte ich gegen ein Fahrzeug austauschen, welches wir guten Gewissens im Dorf bewegen können, mal in die Stadt, je nach Laune. Da kam uns die Umweltprämie in Höhe von 6000€ und ich schlug meiner besseren Hälfte den Einstieg in die Elektromobilität vor. Ein Citigo/Mii/Up sollte es sein. Das beste Angebot machte uns Skoda. Und so bestellten wir kurzerhand Ende Februar 2020 einen Citigo e IV. Da mein Background elektrotechnisch ist, war mir klar, dass dieses Auto erst dann maximal umweltfreundlich ist, wenn eine überwiegende Versorgung mit erneuerbaren Energien sichergestellt ist. Seit dieser Zeit läuft die Planung einer solarelektrischen Anlage aka Photovoltaik, welche im Oktober diesen Jahres installiert werden soll.  

Nach Bekanntgabe der Innovationsprämie haben wir uns bei Kia den Niro und den e-Soul angeschaut, um dann mehr oder weniger zufällig bei Hyundai einen Kona mit 150kW als Testwagen zu fahren.

Ich will es kurz machen, wir haben einen Wagen im Vorlauf  sofort gekauft und sind nun stolze Besitzer eines keramikblauen Kona Style mit 64kWh und wilden 205PS.

Zusammenfassen werden wir ab September 2020 komplett elektrisch unterwegs sein, die Versorgung unseres Hauses und dieser Fahrzeuge mit einer 12kWp-Anlage gewährleisten und unseren Autarkiegrad maximieren. Dieser Blog zeigt den Weg dahin.